Die Playfair-Chiffre ist ein klassisches Verschlüsselungsverfahren, das nicht mit einzelnen Buchstaben, sondern mit Buchstabenpaaren arbeitet. Diese Paare heißen Bigramme.
Zuerst wird aus dem Schlüsselwort eine Buchstabenmatrix erzeugt. Doppelte Buchstaben im Schlüssel werden entfernt, anschließend werden die übrigen Felder mit den restlichen Buchstaben des gewählten Alphabets gefüllt. Für deutsche Beispiele wird das deutsche Alphabet verwendet; die Matrix richtet sich also nach diesem Alphabet und nicht nach der traditionellen englischen 5×5-Variante.
Beim Verschlüsseln wird der Klartext in Bigramme zerlegt. Befinden sich beide Buchstaben in derselben Zeile, werden sie durch die Buchstaben rechts daneben ersetzt. Befinden sie sich in derselben Spalte, werden die darunterliegenden Buchstaben verwendet. In allen anderen Fällen gilt die Rechteckregel: Jeder Buchstabe wird durch das Zeichen in derselben Zeile, aber an der gegenüberliegenden Ecke des Rechtecks ersetzt.
Füllbuchstaben können automatisch eingefügt werden, um doppelte Buchstaben in einem Paar zu trennen oder ein letztes unvollständiges Paar zu ergänzen.